Zur alten Mühle - HistorieHistorie

Das Bild aus dem Jahr 1910 zeigt die ehemalige Kartonagenfabrik, Baujahr 1874, mit ihren Nebengebäuden und wahrscheinlich die Besitzerfamilie Wilhelm Lemppenau mit Arbeitern.

 Holz, der wichtigste Rohstoff des Schwarzwaldes, verhalf so manchem zu Ansehen und Reichtum. Man denke nur an die Bedeutung der Flößerei und den damit verbundenen Holzhandel. Wie hier im Enztal wurde Holz zum bestimmenden Produktionsfaktor für die sich ansiedelnden Industriebetriebe der Papierbranche. 1844 wurde ein Verfahren entdeckt, mit dem man aus Fichtenholz, durch Schleifen des Holzes an einem Schleifstein, eine Papiermasse herstellen konnte, die anstelle der bis dahin verwendeten Hadern- und Lumpenfasern mehr Rentabilität und damit Profit versprach. 30 Jahre später erfand Mitscherlich das Sulfitzellstoffverfahren. Mit dieser Methode war es nun möglich, Zellstoff und die Holzsäure Lignin zu trennen. Ohne diese Erfindung wären Papier und Bücher eine sehr teure Angelegenheit geblieben, die sich nur wenige hätten leisten können.
Das Holzschleifwerk bei der Eyachbrücke lieferte die Zellulose, die in Höfen weiterverarbeitet wurde. Ein Bombeneinschlag in der Höfener Firma während des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1943 ließ ein Weiterarbeiten dann nicht mehr zu. Das beschädigte Werk wurde stillgelegt und 1945/46 an die Papierfabrik in Dillweißenstein verkauft. Maschinen wurden ausgebaut und nach Dillweißenstein verbracht. Der Wehrkanal beginnt etwa 150 m nördlich der Enzbrücke und geht an der Kartonagenfabrik und an der ehemaligen Firma Kraut & Co vorbei und mündet etwa auf der Höhe des Bahnüberganges von Rotenbach wieder in die Enz. 
Im verfallenen Zustand wurde sie 1978 von Hans Zordel erworben. Der gelernte Büromaschinenmechanikermeister aus Linkenheim hatte nach seiner Heirat in Neuenbürg bereits im Jahr 1964 mit einer kleinen Fischzucht im Eyachtal als Hobby begonnen.

Fischzucht Zordel - EyachtalNacheinander hob Fischzucht Zordel Eyachtaler auf der dort gepachteten Wiese (auf der er auch Tiere unterhielt) in Handarbeit ein Fischbecken nach dem anderen aus, zumal damit auch eine steigende Nachfrage nach seinen fangfrischen Schwarzwaldforellen einher ging. 1977 wurde in einem eigens eingerichteten Nebengebäude zur verfallenen Papiermühle ein kleines Speiselokal mit 30 Sitzplätzen eröffnet. Da die Mühle selbst unter Denkmalschutz stand, wurde sie nicht abgerissen, sondern umgebaut und zunächst ein Restaurant eingerichtet, das am 2. September 1988 eröffnet wurde. In einem weiteren Bauabschnitt schuf die Familie Zordel 26 Hotelzimmer sowie entsprechende Nebenräume. Seit dem Umbau dreht sich das Mühlrad des Hotels „Zur Alten Mühle“ (es stammt aus Höfen von der Sägmühle Wilhelm Lustnauer), der alte Wehrkanal wird für Fischzuchtbecken und der Spannteich als Angelsee genutzt.
 Vor dem Hotel stehen noch die großen runden Schleifsteine des ehemaligen "Kollergangs", mit dem die Holzfasern in dem oben erwähnten, 1844 entdeckten Verfahren zu einem Zellulosebrei zerkleinert wurden.

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